Ex-Schmidmühlener Matthias Schmid für U.S. Open qualifiziert

Mit Golf-Legende Tiger Woods (r.) spielte Matthias Schmid (l.) bei seiner Premiere bei den British Open im englischen Royal St. George.

Zusammen mit AK14-Mannschaft des GLC Schmidmühlen holte sich der Maxhüttener Matthias „Matti“ Schmid (r.) vor zwölf Jahren bei der DM die Bronzemedaille.

Zusammen mit Bundestrainer Ulli Eckhardt (r.) bejubelte Matthias Schmid 2020 den zweiten Sieg bei der Einzel-Europameisterschaft. Bild: DGV

Der in Maxhütte wohnhafte Doppel-Golf-Europameister schnappt sich bei Qualifying in Dallas einen der begehrten Startplätze – Im Juli geht es dann wieder nach England

Matthias Schmid, ehemaliger Jugend-Golfer des GLC Schmidmühlen bastelt weiter eifrig an seiner Profi-Karriere. Auf den 23-Jährigen wartet in den nächsten beiden Monaten ein hammermäßiges Programm. Denn der in Maxhütte-Haidhof wohnhafte Doppel-Europameister geht zunächst ab 17. Juni auf der PGA-Tour zum zweiten Mal bei den traditionsreichen U.S. Open in Torrey Pines (San Diego) an den Start, ehe dann ab 15. Juli die zweite Teilnahme bei den British Open im englischen Royal St. George ansteht.

„Wir freuen uns ungemein, dass unserer ehemaliger Kind- und Jugendspieler so auftrumpft und nun so erfolgreich ist. Immerhin erlernte Matthias bei uns das Golfen und nutzt immer noch jede Möglichkeit, unseren Club zu besuchen und  dort zu spielen. Er unterstützt sogar gelegentlich das Nachwuchs-Training“, weiß Frank Käfer, Marketing-Vorsitzender des Golf- und Landclubs (GLC)Schmidmühlen.

Er hatte Schmid übrigens 2010 in seiner Funktion als Jugendwart  zusammen mit der U14-Mannsschaft bei den Deutschen Meisterschaften betreut, die damals überraschend den dritten Platz holte. „Wir sind ungemein stolz, dass die Entwicklung von Matthias so großartig ist, und dass er bei den Profis Fuß gefasst hat. Wir drücken ihm die Daumen“, so Käfer weiter.

Eine vollkommen richtige Einschätzung, denn Schmid geht heuer in seiner noch jungen Karriere zum zweiten Mal bei den U.S. Open an den Start. Der 23-Jährige hatte sich am Pfingstmontag im Stile eines Großen beim Final Qualifying-Turnier in Dallas durchgesetzt. Schmid hatte 2019 die Einzel-Europameisterschaften und 2020 mit dem deutschen National-Team die Team-EM gewonnen. Im selben Jahr verteidigte er seinen Europameister-Titel. Nach seinem Debüt bei den U.S. Open 2019, wo er den Cut um vier Schläge verpasst hatte, tritt er nun 2021 wieder an.

Der Maxhüttener trat in Dallas beim zweiten von insgesamt zwölf Final Qualifying-Turnieren an und spielte sich souverän zum Sieg. Die Teilnehmer mussten bei dieser letzten Etappe der Qualifikation 36 Löcher an einem Tag bewältigen und wiederum die zehn besten Spieler des Feldes in Dallas sicherten sich ihren Startplatz für die U.S. Open.

Schmid bestach dabei durch seine herausragende Form und konnte sich schon früh in seiner ersten Runde nach vorne spielen. Mit drei Birdies auf den ersten neun Bahnen legte er den Grundstein für seinen Erfolg. Das Bogey auf der 14. Bahn im Dallas Athletic-Club war dabei nur ein kleiner Dämpfer. Der Höhepunkt war seine zweite Runde des Tages. Schmid gab Vollgas und spielte auf den ersten sechs Löchern fünf Birdies. Es folgten drei weitere Birdies auf den zweiten neun Löchern und mit nur einem Bogey spielte er sieben unter Par und ein Gesamtergebnis von neun unter Par, was Rang 1 bedeutete.

„Die Teilnahme bedeutet mir sehr viel. Das ist der Ur-Hammer, mein zweites Major nach der British Open spielen zu dürfen. Ich bin gespannt, wie das U.S. Open-Setup für mich ist, aber ich freue mich natürlich riesig“, sagte der 23-Jährige nach seinem Erolg. Torrey Pines sei vom Anschauen im Fernsehen einer seiner Lieblingsplätze. „Ich bin gespannt, wie sich der Platz spielt, von dem man viele tolle Bilder von Tiger Woods, Phil Mickelson und anderen Stars im Kopf hat“, blickte Schmid voller Vorfreude auf das Großereignis voraus.

Bundestrainer Ulrich Eckhardt aus Vohenstrauß zollte seinem Schützling für dessen Leistung großen Respekt: „Dass Matti das geschafft hat, ist eine großartige Leistung, auch weil er das Ding gewonnen hat. Sich für die U.S. Open zu qualifizieren, ist immer großartig – egal ob als Profi oder eben als Amateur. Matthias hat zu seiner Stärke aus dem letzten Jahr zurückgefunden. Wir werden uns in den nächsten Jahren noch oft über Matti freuen, denn der geht unbeirrt seinen Weg. Er macht immer weiter, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Das ist seine große Stärke“, sagte der Coach.